Johannesburg

10. October 2012

Endlich geht es los!
Die Anreise nach Frankfurt lief besser als erwartet, komplett ohne Stau. Auch das Aufgeben meines (leicht übergewichtigen) Gepäcks war kein Problem. Am Ende bin ich für die 6 Monate auf 30kg Kitesachen, 10kg Kamera + Elektronik und 13kg Klamotten gekommen. Mal schauen ob ich in ein paar Monaten mit den Prioritäten noch zufrieden bin ;).

20:45, Takeoff in Frankfurt am Main!

Für den 10,5 stündigen Flug war eigentlich Filme- und Seriengucken angesagt, schließlich hatte ich aus der BA-Zeit noch einiges nachzuholen. Letztendlich habe ich den Rechner aber nicht einmal ausgepackt und auch keine Seite gelesen. Neben mir saß Willem. Er ist ein Südafrikaner aus Johannesburg, dessen Unternehmen mit verschiedenen Unternehmen aus Frankfurt zusammenarbeitet. Wir haben uns quasi den ganzen Flug unterhalten (wobei ich meistens die Zuhörerrolle gespielt habe :)).
Das ging von 5 Minuten nach dem Boarding bis 1:30 in der Nacht so, selbst beim Takeoff hat er keinen Punkt gemacht. Nach 4 Stunden Schlaf ging es um 5:30 weiter. Bevor Willem aufwachte, konnte ich aber noch ein Foto vom Sonnenaufgang über Sambia machen.

Sonnenaufgang über Zambia

Gut das ich mich die letzten Monate systematisch vor Reiseführern und Ähnlichem gedrückt habe - in den 10 Stunden Flug hat Willem mir glaube ich mehr über Südafrika beigebracht, als es irgendein Reiseführer jemals hätte tun können. Willems Firma sitzt in Johannesburg, aber hat eine Außenstelle in Capetown. Da er dort wohl alle paar Monate mal vorbeischaut, konnte er mir auch ein paar Empfehlungen für Capetown geben. Ich weiß jetzt sogar wo auf meinem zukünftigen Arbeitsweg gerade Baustellen sind und wie ich sie am besten umfahre ;). Um 7 Uhr durchbrach der Flieger die Wolkendecke über Johannesburg und ich konnte meine ersten Blicke auf Südafrika werfen.

Einflug auf JohannesburgLandung in Johannesburg

Willem fing natürlich sofort an mir die verschiedenen Stadtteile zu erklären. Er zeigte mir wo man gut essen kann, wo er wohnt und in welche Viertel man besser nicht alleine geht. Das war dann auch das erste Mal, dass die Leute um uns herum sich umdrehten um zuzuhören und nicht um böse zu gucken :).

Jetzt sitze ich am OR Tambo International Airport in Johannesburg und warte auf meinen Anschlussflug nach Capetown. Vielleicht bekomme ich bis dahin ja noch kurz die Augen zu. Ich freue mich auf jeden Fall auf Capetown und die erste große Herausforderung - Linksverkehr.

Viele Grüße aus Südafrika
Jan

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